Analog, digital, manuell und automatisiert

Wo liegt eigentlich der Unterschied?

Veröffentlicht am 12.07.2021

Sprechen wir von Arbeitsprozessen, fallen quasi zeitgleich auch Begriffe wie: manuell und automatisiert oder auch analog und digital – zum Teil werden sie dann auch noch synonym verwendet. Doch sind diese Begrifflichkeiten wirklich synonym? Bedeuten sie überhaupt dasselbe oder gar gegensätzliches? Wir erklären in diesem Artikel die vier Begriffe kurz und knackig.

Analog

Der Begriff analog stammt ursprünglich aus dem Altgriechischen und bedeutet „entsprechend“ oder „verhältnismäßig“. Wir können mit dem Begriff also etwas bezeichnen, was etwas anderem entsprechen soll.

In der Technik hängt der Begriff mit der Signalübertragung zusammen. Er beschreibt ein Signal mit stufenlosem, kontinuierlichem Verlauf. Ein gutes Beispiel für ein analoges Signal ist die menschliche Stimme. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Gespräch mit Ihren KollegInnen. Sie empfangen die Stimmen Ihrer GesprächspartnerInnen über Ihr Ohr. Die Schallwellen, die Ihr Gehör aufnimmt, sind ein analoges Signal.

Einfach gesagt: Ein analoges Signal hat quasi unendlich viele genaue Informationen und ist stufenlos.

Digital

Der Begriff digital sollte heutzutage jedem bekannt sein. Wir verwenden ihn im Alltag oft im technischen Kontext, in dem er die Abbildung von Informationen im Binärsystem, also mit Hilfe von zwei Zeichen, darstellt.

Auch dieser Begriff wird in der Signaltechnik verwendet und beschreibt dort ein Signal, das vom Menschen erfunden wurde, um analoge Signale zu sichern und schnell transportieren zu können. Kommen wir zurück zu dem Beispiel der Gesprächssituation unter KollegInnen. Stellen Sie sich nun vor, dass Sie das Gespräch mit Ihren KollegInnen mit Ihrem Smartphone aufzeichnen. Das Endgerät spielt nur die Frequenzen ab, die der Mensch überhaupt wahrnehmen kann – alle übrigen Frequenzen werden vernachlässigt und das Signal hat keinen kontinuierlichen Verlauf mehr, sondern eine Stufenform. Es wurde also diskretisiert. So klingt die Aufnahme nach dem Original und ist trotz allem verändert. Da es nicht mehr nahezu unendlich viele Informationen beinhaltet, ist es etwas verlustbehaftet.

Einfach gesagt: Ein digitales Signal ist diskretisiert und somit verlustbehaftet. Durch die Digitalisierung analoger Signale werden diese übertragbar gemacht – so wird die Aufzeichnung, Speicherung und Wiedergabe von Daten ermöglicht.

Manuell

Wenn wir von einem manuellen Vorgang sprechen, meinen wir einen Vorgang, der ganz klassisch von Hand ausgeführt wird. Manuelle Arbeitsprozesse sind Tätigkeiten, die händisch ausgeführt werden, die meist gleiche Vorgehensweisen beinhalten und häufig pro Arbeitszyklus ausgeführt werden. Werden manuelle Arbeitsprozesse nicht automatisiert, können sie viel Zeit in Anspruch nehmen und zusätzlich für die ausführende Person unmotivierend und mühselig sein.

Einfach gesagt: Manuelle Arbeit ist all das, was wir selbst erledigen, ohne die Hilfe von Automatisierungsmöglichkeiten.

Automatisiert

Der Begriff „Automatisierung“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „sich selbst bewegend“.  Automatisiert bezeichnet also das Gegenteil von manuell. Dabei werden vorher festgelegte Abläufe nach bestimmten Vorgaben selbstständig von einer Maschine oder Software durchgeführt. So können beispielsweise Industrie- oder Softwareroboter gesamte Produktionsprozesse übernehmen und durchführen. Das menschliche Eingreifen ist nur noch im Notfall nötig. Wir Menschen müssen die Arbeitsabläufe und das Ziel definieren und gegebenenfalls die Durchführung überwachen und bei Fehlern optimieren.

Diese Vorgehensweise erfordert die technischen Voraussetzungen wie Soft- und Hardware, sowie das technische Know-how. Der Vorteil hierbei ist, dass automatisierte Arbeitsprozesse Zeit sparen und MitarbeiterInnen sich so auf wertschöpfendere Aufgaben konzentrieren können.

Einfach gesagt: Ist ein Prozess automatisiert, wird der Großteil der Arbeit durch eine mechanische oder softwaregestützte Lösung erledigt.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Glossar

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